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Max Frei, das Künstlerpseudonym eines russischen Autorenpaares ist gleichzeitig Hauptangelpunktsperson dieser neumodisch auf altbacken getrimmten Fantasywelt.
Als ziemlicher Verlierer in unserer Welt träumt er davon, in eine andere Welt zu entfliehen, und Zack! passiert es ohne weitere logische Erklärung.
In Echo, der Hauptstadt eines von Magie durchdrungenen Königreiches wird er direkt in den städtischen Geheimdienst eingezogen, welcher zusammen mit der dortigen Polizei böse Magister unschädlich machen muss.
Max ist ein Gary Stu, wie er im Buche steht: durch seine Andersartigkeit hat er kaum Probleme, obskure magische Kunststücke zu vollführen; er wird ohne eigenes Zutun von allen bewundert und mehrfach geadelt und es fühlt sich immer so an, als würde ein Deus Ex Machina eine schützende Hand über ihn halten einfach weil er die Hauptperson ist
(Beispiel: in einem späteren Buch erhält er zufällig ein magisches Amulett, welches nur gegen eine Art Enthauptungszauber wirkt. Bumm! trifft er in seinem Fall auf einen ebensolchen Verbrecher und setzt ihn wie immer nur mit einem Achselzucken außer Gefecht, um dann gefeiert zu werden).
Doch auch mit diesen Kritikpunkten ist es unterhaltsamer Lesestoff, wenn auch manchmal durch diese altmodische Welt und der damit verbundenen Beschreibungsart Langatmigkeit entsteht.
Elric von Melnibone, ein Klassiker der 70er Fantasy. Mit seiner brütenden dunklen Art hat er lange vor Drizzt das Paradebeispiel des elfischen Antihelden geschaffen und wahrscheinlich erst ermöglicht. Die Götter des Chaos und der Ordnung sollten später die Hauptinspiration für den Pantheon der Warhammerwelt von Games Workshop bilden.
Das schwarze Schwert Sturmbringer, das wie durch Zufall den jungen Albinoprinzen Elric findet und ihn mit Kraft erfüllt, die er durch seine kränkliche Art sonst nur durch Drogencocktails aufrecht erhalten kann hat eine eigene dunkle Agenda, und durch dieses Schwert ist er dazu verdammt sowohl seine Feinde als auch die wenigen Freunde zu töten. Der Frieden der ewigen Stadt Tanelorn bleibt ihm verwehrt; sein Königreich, der dekadente und übermächtige Inselstaat Melnibone wird durch sein Handeln zum Untergang verdammt; und obwohl er die Sinnlosigkeit seiner ständigen Flucht und seines Kampfes erkennt, lehnt er sich gerade deshalb umso mehr gegen das Schicksal auf.
Die frühen deutschen Übersetzungen sind leider durchsetzt von Inkonsistenz in der Namensgebung, besonders wenn man die weiteren Sagen des ewigen Helden, von denen Elric nur eine Inkarnation ist, erkunden will.
Ein Buch wie ein schlafwandlerischer Alptraum.
Meyer versteht es ausgezeichnet, eine langweilige Highschoolgeschichte so zu verdrehen, dass daraus die Illusion einer Romanze wird; in Wirklichkeit werden 100 Jahre Feminismus mit Füßen getreten, indem immer wieder gezeigt wird, wie Hauptperson Bella Sue nicht alleine denken kann und eine 'Beziehung' mit einem hundertjährigen Triebtäter eingeht.
Dort ist keinerlei Liebe im Spiel, nur ein sich gegenseitiges Versagen der eigenen Lust- und während der gebildete Leser hilflos den Adjektivschlachten über die Schönheit von Edblarghs Augen/Haut/Atem ausgesetzt ist, drängt sich dem nicht so vorsichtigen Individuum wohl die Vorstellung auf, dass Stalking und Missbrauch wohl neuerdings synonym mit Romantik sein müssen.
Bella hat keinen freien Willen, ist in keiner Weise begabt, zeigt sich immer fleissig in Hausarbeit, hat keine Pläne für ihr späteres Leben außer ihren Adonis zu heiraten... da helfen auch die Einschübe von Stolz und Vorurteil nicht mehr, Madam Meyer.
Alles in Allem eine wertlose Internet-Fanfiction, aus Versehen entdeckt und publiziert. Nosferatu würde sich im Grabe umdrehen