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Anfangs ist dieses Buch echt verwirrend, weil man nicht weiß, um wen es eigentlich geht, wer da erzählt, und wie die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den vorkommenden Personen aussehen. Man lernt dann aber langsam ihre Vergangenheit kennen. Jeder hatte Kontakt zu einem bestimmten Mann - was sie alle Jahrzehnte später noch beeinflusst. Es ist alles sehr schön veflochten, man versteht vieles zwar zuerst nicht, weil es nicht erklärt, sondern nur erwähnt wird; aber wenn man alles entworren hat, entdeckt man eine Geschichte über Menschen, über die Zeit, in der sie lebten, über ihre Gemeinschaft; und, nicht zuletzt, über Liebe. Ein schönes Buch, ganz im Stil von Toni Morrison.
Ich möchte zuerst etwas über diese Ausgabe und nicht über den Roman selbst sagen: Am Anfang las ich immer die Fußnoten, und leider habe ich so bereits im zweiten Kapitel das Ende erfahren, weil da bei einer Fußnote wie selbstverständlich davon gesprochen wird, dass diese Szene ihren Schatten vorauswirft, weil... man muss ja so schon Angst haben, dass einem Enden verraten werden, wenn einem aber das Ende durch das Buch selbst verraten wird, ist das schon echt ärgerlich.
Das Werk an sich ist sehr interessant, zieht sich aber manchmal etwas in die Länge, was meiner Ansicht nach aber die Qual des Angeklagten verdeutlicht... ;) Ich hätte allerdings gern noch mehr gelesen, ich fühlte mich tatsächlich, als hätte ich nur ein halbes Buch gelesen. Wäre der Roman fertig gestellt worden, wäre er sicher großartig geworden, so liefert er aber immerhin noch einige interessante Szenen und gute Denkanregungen.
Schon das Cover sieht absolut toll aus! (Auf schwarzem Hintergrund ist ein schwarzes Bild der Hauptperson aufgedruckt, das man aber nicht sieht, weil es nur im Licht glänzt und auf digitalen Bildern nicht so rauskommt.) Zuerst war ich etwas skeptisch, weil ich mir nicht sicher war, was für eine Art von Horror das ist... zu meiner Erleichterung wird nicht mit Blut und Splatter gearbeitet; zwar gibt es ein paar schockierende Bilder, der Großteil des Horrors wird aber durch die Ideen erzeugt, die verwendet werden, und nicht durch Bilder. Dadurch wird der Manga ziemlich interessant, weil mehr dahinter zu stecken scheint. Der Zeichenstil ist etwas manga-untypisch und mutet eher westlich an, sieht aber trotzdem gut aus. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Band.