Gerade habe ich das Buch ausgelesen und das recht zügig, denn die Autorin versteht es, gut lesbare Geschichten zu erzählen. Wie ein Kaleidoskop schillern die sachkundig recherchierten historischen Fakten im Gesamtwerk; wirklich packend sind ihre Schilderungen der Lebensumstände zu Beginn des Mittelalters in Nordeuropa. Und Geschichten von Aufbruch und Neuanfang mag ich eigentlich sehr.
Aber.
Das Lesen hat bei mir einen leicht schalen Geschmack hinterlassen, weil die Aufteilung der verschiedenen Charaktere in die Guten und die Bösen doch sehr klischeehaft erfolgte.
Warum müssen die Anhänger des nordischen Götterglaubens die Bösen und die Neu-Christen die Guten sein? Warum ist der größte Schurke schwul? So schwarz-weiß gezeichnete Bilder empfinde ich bei einer modernen Autorin als unangemessen. Schade, denn die Geschichte an sich hat mir gut gefallen.
Aus diesem Grund von mir nur eine 80%-Wertung für diesen Roman.