Martins "A Song of Ice & Fire"-Reihe fällt auffallend positiv aus der üblichen Fantasy-Reihe. Martin bemüht sich erfolgreich, mit Klischees zu spielen und diese letztendlich zu brechen: Protagonisten sterben, Charaktere sind nicht leicht zu durchschauen und der Faktor "Schicksal" hängt trügerisch wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der (verbliebenen) Protagonisten. Die Abzweigungen des Handlungsverlaufs können immer wieder verblüffen, ohne den Leser dabei allzusehr gegen den Kopf zu stoßen. Auch der vorhandene Realismus zeichnet die Reihe aus, weshalb ich sie ohne zu zögern weiter empfehlen kann.