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Neue Rezensionen

  • Das Wetter vor 15 Jahren — Wolf Haas

    Rezensiert von FrankN.Stein

    Wolf Haas ist einer der bekanntesten Autoren Österreichs. Seine Krimis um den trocken-zynischen Kommisar Brenner habe ihm zahlreiche Preise und einen Kultstatus eingebracht. Nun hat er sich einem anderen Genre zugewandt und einen Liebesroman geschrieben. Oder doch nicht?
    Tasache ist: "Das Wetter vor 15 Jahren" ist NICHT dieser Liebesroman.
    "Das Wetter vor 15 Jahren" ist eine buch-langes Interview des Autors mit der Autorin einer Literaturbeilage ÜBER diesen Liebesroman. Oder auch nicht.
    Denn das Interview ist fiktiv - genauso wie der Roman, den Haas nie geschrieben hat.
    Wenn das jetzt ein wenig verwirrend klingt, ist das wohl durchaus beabsichtigt, sollte aber niemanden vom Lesen abhalten. Denn "Das Wetter vor 15 Jahren" ist das originellste deutschsprachige Stückchen Literatur, dass ich seit - sehr langer Zeit gelesen habe.
    Auf 220 Seiten reden Haas und die fiktive Literaturkritikerin über das fiktive Buch und dabei entfaltet sich vor uns die bewegende, spannende tragische, komische Liebesgeschichte von Vittorio Kowalski, Sohn eines Trinkhallenbesitzers und letzter Spross einer Bergarbeitersippe aus Essen, der in seiner Kindheit jedes Jahr in ein kleines österreichisches Dorf fuhr und sich mit 15 Jahren zum ersten Mal dort verliebte - und unter dramatischen Umständen nach dem ersten zärtlichen Annäherungsversuch von seiner angebeteten Anni fortgerissen wurde. Fortan lernt Kowalski das Wetter des kleinen Dorfes auswendig - ohne es jemals wieder zu betreten oder seine Angebetete wieder zu sehen. Erst als sein Wissen über das Wetter vor - und seit - 15 Jahren ihn zum Wettkönig bei "Wetten Dass" macht, kommt sein eingefahrenes Leben in Bewegung - in Richtung Österreich.
    Wolf Hass gelingt ein bemerkenswerter Spagat. Die ungewöhnliche Form des "Interview-Romans" kitzelt den Intellekt des interessierten Lesers, während die Geschichte, die sich in dieser Erzählform zwar den eingefahrenen Lesegewohnheiten entzieht, einen trotzdem packt und mitreisst. Und zu alledem kommt der trockene Humor und der tiefer - Einblick in deutsch österreichische Befindlichkeiten der schon die Brenner Krimis zu erstklassigem Lesevergnügen machten.

  • Jesus liebt mich — David Safier

    Rezensiert von Tjalva

    Wem 'Mieses Karma' von David Safier gefallen hat, der wird 'Jesus liebt mich' lieben.
    Pointenreicher Witz, schräge Einfälle gewürzt mit herrlicher Selbstironie der Hauptfigur Marie werden dem Leser ein amüsanter Zeitvertreib sein!
    Garantiert empfehlenswert! :oD

  • Veronika beschließt zu sterben — Paulo Coelho

    Rezensiert von limetten

    Veronika, deren Herz wegen eines Selbstmordsversuchs jeden Augenblick zu schlagen aufhören könnte, bringt das Leben der Insassen einer Nervenheilanstalt ganz schön durcheinander. Die meisten sind gar nicht wirklich so krankt, sondern bleiben freiwillig um sich vor dem Leben und sich selbst zu verstecken. Dass Veronika nur noch so kurz unter ihnen weilen wird, macht ihnen Angst und bringt sie zum nachdenken, während Veronika wiederum ihren Lebenswillen neu entdeckt. Eine wunderbare Geschichte über die Angst und das Leben.

  • Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner — Talane Miedaner

    Rezensiert von limetten

    Eines von vielen Coaching-Büchern und leider nur durchschnittlich. Es liest sich leicht aber die Ratschläge sind zum Teil schon etwas träumerisch und schwer umzusetzen. Nichtsdestotrotz kann man auch hier einiges für sich mitnehmen.

  • Hannibal Rising — Thomas Harris

    Rezensiert von limetten

    Wer hat sich nicht schon einmal gefragt wie aus Hannibal, dem gebildeten Mann, der höfliche Kannibale wurde? Hier wird die Geschichte eines Jungen und die eines Traumas erzählt, das ein Wesen erschuf, das viele Menschen in seinen Bann zog. Die Geschichte des kleinen Hannibals, der zu einem jungen Mann heran wächst ist so schaurig wie wir es gewohnt sind von diesem Mann...