Rezensiert von LiesaB.
Raymond Marks ist 11 Jahre alt und ein ganz normaler Junge, der Freunde in der Schule hat und seine Freizeit bei den Pfadfindern verbringt. Der Junge hat einen besten Freund. Sie haben sich ewige Freundschaft geschworen und es schriftlich besiegelt. Er ist ein glücklicher Junge bis zu dem Tag im Sommer, als seine ganze Welt zusammenbrach. Raymond ist unschuldig, der Schuldirektor braucht aber einen Schuldigen und Raymond muss es sein. Sein ganzes bisheriges Leben wird von einer Sekunde auf die andere vernichtet und es hat Auswirkung auf sein gesamtes Leben.......
"Der Fliegenfänger" ist das beste Buch, welches in den letzten Jahren gelesen habe. Hier geht es um wahre Gefühle, um die Kindheit, um die Arroganz und die Selbstgerechtigkeit der Erwachsenen, um große Menschlichkeit und vollkommenes Versagen von Menschen, denen Kinder anvertraut werden.
Raymond ist ein Junge, den der Leser am liebsten in den Arm nehmen möchte, um ihn zu trösten. Das Gleiche gilt für seine Mutter. Beide kämpfen einen ungerechten Kampf gegen ihre Mitmenschen, den sie nicht gewinnen können.
Der Junge findet Halt bei seiner Oma. Sie ist der starke Charakter mit philosophischen Ansichten, auch Lebensweisheit genannt.
Alle Protagonisten sind Menschen, die wir uns in der realen Welt sofort vorstellen können. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet mit all ihren Stärken, aber auch Schwächen.
Willy Russel lässt seinen Hauptdarsteller Briefe an Di Morrissey, Sänger der Gruppe „The Smiths“, schreiben, dessen Held und großes Vorbild er ist.
So tief traurig die Geschichte auch ist, so liebevoll komisch und warmherzig wird sie erzählt.
Dieser Roman erweitert den Horizont des Lesers. Eigentlich möchte ich mehr als fünf Punkte vergeben. Der Schriftsteller hat etwas zu erzählen und wir sollten genau zuhören.
Fazit: "Der Fliegenfänger" ist ein großartiger Roman und muss gelesen werden.
Rezensiert von Ayanea
Ein Muss für jeden Sookie Stackhouse Fan
Vampire und andere Kleinigkeiten ist nicht der neue Sookie Roman, sondern eine Sammlung von insgesamt 5 Kurzgeschichten über Sookie die zu unterschiedlichen Zeiten spielen und dabei einige Aspekte von ihrem Leben wieder geben.
Die 5 Geschichten sind chronologisch hintereinander geordnet und von ihrer Grundstimmung mitunter recht verschieden. Die einigen sind locker leicht und mit viel Wortwitz geschrieben, andere sind etwas düsterer Natur.
In Elfenstaub bitten Claude und Claudine Sookie darum 3 Angestellte des Nachtclubs zu verhören, um den Mörder ihrer Drillingsschwester Claudette zu überführen. Diese Geschichte besticht meiner Meinung nach in einer herrlich skurrilen Situation, die mit viel Humor von Frau Harris umgesetzt wurde. Hier konnte ich eindeutige 5 Sterne vergeben.
Draculas Geburtstag wird für Eric-Fans ein wahrer Lesegenuss sein. In dieser Geschichte wird Sookie ins Fangtasia eingeladen, wo eine Party zu Ehren von Graf Dracula stattfindet. Eric ist ganz aus dem Häuschen und gar nicht wieder zu erkennen. Als sich auf einmal ein falscher Dracula meldet, ist das Chaos perfekt. Auch diese Geschichte ist recht witzig verfasst und es ist einfach herrlich zu lesen, wie neben der Rolle Eric steht. Ein kleines Knistern zwischen Sookie und Eric ist auch vorhanden. 5 Sterne!
Kurze Antworten schaden nie, war in meinen Augen nicht ganz so gelungen, auch wenn das Ende wirklich erschrecken konnte. Diese Episode ist sehr düster gehalten, so überbringt Mr. Catalides Sookie die Nachricht vom Tod ihrer Cousine Hadley. Dieser Erzählstrang war mir mitunter etwas zu zäh, daher gibt es hierfür nur 3 Sterne.
In Glückspilze geht es darum, dass ein Versicherungsvertreter Sookie und ihre Hexenfreundin darum bittet einem Fall nach zu gehen. Des Nachts wird bei ihm in der Kanzlei eingebrochen und die zwei Frauen sollen herausfinden, wer dahinter steckt. Mit einem Ende was überraschend ist, einem witzig erzählten Plot, konnte diese Geschichte wieder die volle Punktzahl erreichen- 5!
Die letzte und für mich schönste Geschichte stellt "Ein unvergessliches Weihnachtsfest" für mich dar. Sookie entdeckt einen verwundeten Werwolf zu Weihnachten und nimmt ihn bei sich auf. Dieser bedankt sich dafür außerordentlich und das zunächst langweilige Weihnachten, gestaltet sich für Sookie zu einer wahren Freude. Auch hierfür gab es wieder 5 Sterne, denn dies ist eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art. Auch wenn die Geschichte etwas traurig und zynisch beginnt, so entwickelt sie sich zu einem wahren Lesegenuss.
Alles in allem haben die Kurzgeschichten völlig überzeugt. Nur ist ihr Achtung geboten: 2 der Geschichten (Draculas Geburtstag und Ein unvergessliches Weihnachtsfest) sind schon mal erschienen! Ich jedenfalls kannte bisher keine davon und bin richtig froh, dass die eine oder andere Lücke in Sookies Leben noch gefüllt wurde. Es treten viele bekannte Gesichter auf, wie Bubba, Bill, Eric, Pam und und und!
Machen wir uns also nichts vor: Diese Kurzgeschichtensammlung gehört einfach in jeden gut sortieren Bücherschrank, dessen Besitzer ein begeisterter Stackhouse Fan ist! Charlaine Harris kann also auch gelungene Kurzgeschichten schreiben, die das Fanherz begeistern und bereichern dürften. 4 Sterne daher für den Roman- einziges Manko: es waren viel zu wenig Seiten...
Rezensiert von Ayanea
Die Tränen einer Fee
Gott, was hat mich dieses Buch begeistert! Die anderen zwei Vorgänger fand ich schon außerordentlich gut, dieses Buch war allerdings überragend- insofern das überhaupt noch möglich war. Nachdem ich es gestern ausgelesen hatte, musste ich das ganze erst mal sacken lassen, so endet es doch nicht wirklich in einem gewünschten Happy End.
Der dritte Band setzt da ein, wo der zweite aufhört. Meghan und Ash wurden aus dem Nimmernie verbannt und müssen fortan ihr Dasein in der realen Menschenwelt fristen. Meghan wird auf einmal erneut von eisernen Feen angegriffen und als später ein Gesandter von Oberan und Mab erscheint, mit der Bitte das Meghan und Ash ins NImmernie zurückkehren, um den neuen, falschen eisernen König zu besiegen, steht den beiden ihr wohl größtes Abenteuer bevor.
Plötzlich Fee Herbstnacht hat für mich alles vereint, was ein gutes Buch benötigt. Ein gelungener Plot, solide und eine vertiefende Charakterstudie, Spannung, Geheimnisse, eine gehörige Portion Liebe, ohne ins kitschige abzudriften und eine Prise Humor. Für Humor sind mal wieder die grinsende Katze und Puck zuständig, die zu wahrer Höchstform auflaufen und mich das ein ums andere Mal zum herzhaften Lachen bringen konnten. Des Weiteren gibt es so viele unglaublich schöne Momente zwischen Meghan und Ash, die eine Freude sind zu verfolgen, weil sie so realistisch beschrieben wurden. Dabei schafft es die Autorin Ash als solchen nicht auf einmal als verweichlichten, liebestollen Bubi dastehen zu lassen- er ist wie jeher der Eisprinz, der doch die Herzen zum Schmelzen bringt, durch seine nüchterne und kühle Art.
Der Erzählstil ist in gewohnt flüssiger Schreibweise gehalten und steht den anderen Büchern in nichts nach. Der Spannungsbogen baut sich im Buch immer mehr und mehr auf und gipfelt in einen wahren Showdown, der rührender nicht sein könnte. Zudem gefiel es mir sehr, dass noch mehr von den Eigenarten der Feen und ihrer Art und Verhaltensweisen beschrieben wurde. So gab es auch in diesem dritten Band wahrlich neue Aspekte zu entdecken.
Zudem bin ich überglücklich, dass das Ende nicht wirklich das Ende ist, sondern dass die Autorin sich dazu entschlossen hat, noch einen Teil dran zu hängen- wahrscheinlich wurde sie von vielen Fanmails überflutet, die dieses Ende so nicht akzeptieren konnten. Ich fand es mehr als gekonnt, alles wurde gesagt und dennoch freue ich mich diebisch auf eine Fortsetzung. Denn inzwischen weiß ich: Julie Kagawa steht für Qualität und den Sinn für äußerst schöne Märchen! Daher gibt es 5 dicke Sterne mit Tendenz nach oben, für Plötzlich Fee- Herbstnacht.
Wer also bisher noch nicht zu dieser Romanreihe gegriffen hat, der möge dies nun bitte schleunigst nachholen! Denn wo hat man das schon? Das der eine Roman besser ist als der andere?!